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Einjährige Berufsfachschule (BFS)
für Schüler(innen) mit Fachoberschulreife
Profil
Zielsetzungen
Maßnahmen zur Zielerreichung
Schaubild Berufsfachschule [18KB] 

Profil

Der Bildungsgang der einjährigen Berufsfachschule vermittelt Schülerinnen und Schülern mit Fachoberschulreife den Abschluss „Berufliche Grundbildung“.

Aktuell entscheiden sich nur wenige Schülerinnen und Schüler von vornherein für diesen Bildungsgang, da i. d. R. alle aufgrund ihrer Vorbildung die Höhere Handelsschule besuchen möchten.

Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass ein erheblicher Anteil der Schülerinnen und Schüler den Leistungsanforderungen dieser Schulform nicht entspricht, wenige theoretisch - kaufmännische Neigung entwickeln und/oder viele schulmüde sind. Ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler wollen letztlich keine Fachhochschulreife zum Studium an einer Fachhochschule erlangen, sondern möglichst schnell einen Ausbildungsplatz erhalten.

Falls diese Schüler nicht in der Höheren Handelsschule scheitern, „quälen“ sie sich häufig durch die stark theoriebezogene und abstrakte Ausrichtung des Bildungsganges, und beenden ihn mit eher schlechten Noten, die es erschweren, sich auf dem Ausbildungsmarkt durchzusetzen.

Deshalb durchlaufen alle Schülerinnen und Schüler eine acht- bis zehnwöchige Orientierungsphase, an deren Ende Parallelklausuren geschrieben werden. Denjenigen, deren Anforderungen der Höheren Handelsschule nicht entsprechen, wird in einem persönlichen Beratungsgespräch im Beisein der Eltern empfohlen, den einjährigen Bildungsgang zu besuchen.

Durch die berufsbezogene Ausrichtung des einjährigen Bildungsganges haben Schülerinnen und Schüler, deren Fähigkeiten und Motivation stärker berufspraktisch ausgerichtet sind - sei es im kaufmännischen, wie auch im gewerblichen oder sozialen Bereich - die Möglichkeit, mit einem guten Abschlusszeugnis ihre Bewerbungschancen um einen Ausbildungsplatz zu verbessern.

Zielsetzungen

Im einjährigen Bildungsgang der „BFS“ erwerben die Schülerinnen und Schüler mit Fachoberschulreife eine „Berufliche Grundbildung“ im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung.

Da die Schülerinnen und Schüler auf eine zweijährige Schuldauer eingestellt waren, sollen sie motiviert werden, ihre Berufswünsche zu konkretisieren und sich verstärkt um einen Ausbildungsplatz (evtl. auch in einem anderen als dem kaufmännischen Bereich) zu bewerben.

Der wesentliche Schwerpunkt des Bildungsganges „BFS“ ist die „Berufsorientierung“. Schülerinnen und Schüler, die diesen Bildungsgang besuchen, werden in den berufsbezogenen Fächern (z. B. Betriebswirtschaftslehre mit Rechungswesen / Informationswirtschaft) mit Inhalten und Aufgaben aus dem beruflichen Umfeld Wirtschaft und Verwaltung konfrontiert. Sie haben somit Gelegenheit, die beruflichen Anforderungen aus diesem Bereich kennenzulernen und zu entscheiden, ob dies tatsächlich die richtige Berufsentscheidung ist.

Maßnahmen zur Zielerreichung

Unmittelbar im Anschluss an die Orientierungsphase nehmen die Schülerinnen und Schüler an einem dreitägigen Seminar „Get into job!“ teil. Inhaltlich geht es hauptsächlich darum, sich mit den eigenen Wünschen, Stärken und Schwächen und den Anforderungen des Berufslebens auseinanderzusetzen, Berufswünsche zu konkretisieren und zu lernen sich um einen Ausbildungsplatz zu bewerben.

Alle im Bildungsgang eingesetzten Lehrkräfte sehen ihre Aufgabe darin, jungen Menschen bei ihrer persönlichen Entwicklung, der Berufswahl und Berufsfindung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Inhaltlich zeigt sich dies die berufliche Entwicklung betreffend z. B. bei der Durchführung von Einstellungstests, der Simulation von Vorstellungsgesprächen, der Erstellung ansprechender Bewerbungsunterlagen. Diese Hilfestellungen werden - z. T. fächerübergreifend - in den Fächern Berufsorientierung, Deutsch und Textverarbeitung gegeben. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch die Sozialarbeiter des schulinternen Projektes BIC (Berufs-Informations-Chance).

Zum Ende des 1. Schulhalbjahres absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein 14-tägiges Praktikum. Besonders für Schülerinnen und Schüler mit schwächeren schulischen Leistungen bieten Praktika die Chance, sich in einem Unternehmen vorstellen und bewähren zu können. Die Schülerinnen und Schüler suchen ihre Praktikumstelle selbst und fertigen parallel zum Praktikum einen Bericht nach einheitlichen Vorgaben an. Dieser wird von den betreuenden Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern benotet und mittels einer Anlage zum Abschlusszeugnis dokumentiert.

Gegen Ende des Schuljahres arbeiten die Schülerinnen und Schüler in einem dreitägigen Projekt zum Thema Geld und Schulden. Ziel ist es sie auf den Umgang mit Geld im nahenden Berufsleben sowie die Gefahren schneller Ver- und Überschuldung vorzubereiten.

Neben den fachlichen Kenntnissen versuchen wir bei den Schülerinnen und Schülern Stärkung des Selbstbewusstseins im Hinblick auf eigene Fähigkeiten sowie Qualifikationen wie Zuverlässigkeit, Ausdauer, Selbstständigkeit, Kommunikations- und Teamfähigkeit zu fördern. Zudem erfordert die zunehmend internationale Zusammensetzung der Klassen Toleranz und gegenseitigen Respekt. Diese Fähigkeiten könnten insbesondere im Rahmen einer bis zu drei Tage dauernden Klassenfahrt mit erlebnispädagogischem Inhalt (Kanu, Klettern, Wandern etc.) verbessert werden, insofern die Schülerinnen und Schüler dies wollen.
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