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Kaufleute im Groß- und Außenhandel

Liebe Auszubildende,

Sie haben sich zu einer Ausbildung als Kaufmann im Groß- und Außenhandel im Dualen System entschieden. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und neben der Ausbildung im Betrieb ist für Sie der Besuch der Berufsschule verpflichtend. Eine Verkürzung auf zweieinhalb Jahre wird von ca. 30 Prozent der Auszubildenden durchgeführt. An unserer Schule werden ca. 100 Auszubildende in drei Ausbildungsjahren unterrichtet, d.h. zumeist in jeweils zwei Parallelklassen. Die Auszubildenden kommen aus dem gesamten Oberbergischen Kreis sowie angrenzenden Kreisgebieten. Sie werden in ca. 60 Ausbildungsbetrieben ausgebildet. Die Ausbildung findet in der Fachrichtung Großhandel statt.

Ausbildungsberuf

Kaufleute im Groß- und Außenhandel der Fachrichtung Großhandel kaufen Waren bei Herstellern ein und verkaufen diese an Handels-, Handwerks- und Industrieunternehmen weiter. Sie beraten ihre Kunden umfassend über die Eigenschaften der Waren und sorgen für eine termingerechte Lieferung an den richtigen Ort. Für den Wareneinkauf ermitteln sie Bezugsquellen und den Bedarf an Waren. Sie holen Angebote ein, vergleichen Konditionen und führen Einkaufsverhandlungen mit Lieferanten. Nach dem Wareneingang kontrollieren Kaufleute im Groß- und Außenhandel der Fachrichtung Großhandel Rechnungen und Lieferpapiere und sorgen für eine fachgerechte Lagerung. Im Warenausgang planen sie die Auslieferung, indem sie z.B. die Waren versandfertig machen. Sie kalkulieren Preise, bearbeiten Verkaufsaufträge und stellen Rechnungen für den Wiederverkauf von Waren aus.
 
Kaufleute im Groß- und Außenhandel der Fachrichtung Großhandel arbeiten in Handelsabteilungen von Unternehmen nahezu aller Wirtschaftszweige, z.B. in der Elektro-, Lebensmittel- oder Baubranche. Meist sind sie in Büroräumen tätig, im Lager überprüfen Kaufleute im Groß- und Außenhandel z.B. Warenbestände.

Schulorganisation

Der Unterricht für Groß- und Außenhandelskaufleute findet in Teilzeitform an zwei Wochentagen statt. Diese beiden Berufsschultage variieren in den einzelnen Ausbildungsjahren und werden den Ausbildern jeweils zu Beginn eines Schuljahres mitgeteilt.

Der Unterricht setzt sich aus einem berufsbezogenen Lernbereich mit den Fächern Wirtschafts- und Sozialprozesse, Großhandelsprozesse, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Fremdsprachliche Kommunikation zusammen.

Des Weiteren werden die Groß- und Außenhandelskaufleute in den berufsübergreifenden Fächern Deutsch, Religion, Sport / Gesundheitsförderung und Politik / Gesellschaftslehre unterrichtet. Im Differenzierungsbereich wird in den Fächern Englische Handelskorrespondenz, Erweiterungskurs Rechnungswesen und Praktische Philosophie  beschult. Einige Fächer werden in der schulischen Ausbildung nicht durchgehend von der Unterstufe bis zur Oberstufe unterrichtet.

Lernfelder

Der Unterricht im berufsbezogenen Bereich stützt sich auf 12 prüfungsrelevante Lernfelder, deren Inhalte den Fächern dieses Bereichs zugeordnet sind. Die berufsübergreifenden Fächer unterstützen dabei den Lernprozess und der Differenzierungsbereich vertieft ausgesuchte Teilbereiche.
LF 1: Den Ausbildungsbetrieb als Groß- und Außenhandelsunternehmen präsentieren
LF 2: Aufträge kundenorientiert bearbeiten
LF 3. Beschaffungsprozesse planen, steuern und durchführen
LF 4: Geschäftsprozesse als Werteströme erfassen, dokumentieren und auswerten
LF 5: Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen
LF 6: Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren
LF 7: Gesamtwirtschaftliche Einflüsse auf das Groß- und Außenhandelsunternehmen analysieren
LF 8: Preispolitische Maßnahmen erfolgsorientiert vorbereiten und steuern
LF 9: Marketing planen, durchführen und kontrollieren
LF 10: Finanzierungsentscheidungen treffen
LF 11: Unternehmensergebnisse aufbereiten, bewerten und nutzen
LF 12: Berufsorientierte Projekte durchführen

Leistungsfeststellungen und Abschlussprüfung

Leistungen werden in Klassenarbeiten und Sonstigen Leistungen gleichwertig erfasst und bewertet. Für jedes Fach und jeden Ausbildungsabschnitt ist die Mindestanzahl in Abhängigkeit vom Stundenkontingent im Bildungsgang einheitlich festgelegt. Am Ende des Ausbildungsjahres wird ein Zeugnis erteilt, das über die Leistungen in den Fächern Auskunft gibt. Es handelt sich dabei nicht um ein Versetzungszeugnis. Am Ende der Ausbildung wird bei Erfüllung der Leistungsanforderungen von der Berufsschule ein Abschlusszeugnis erteilt.

Zu Beginn der Mittelstufe findet eine Zwischenprüfung durch die Industrie- und Handelskammer statt. Sie besteht aus einer schriftlichen programmierten Prüfung. Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist eine Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Die Ausbildung endet mit dem Bestehen der Abschlussprüfung, die aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil besteht.

Ansprechpartner

In Bezug auf das jeweilige Fach, Lernsituationen in den Lernfeldern und den Leistungen ist der Fachlehrer der Ansprechpartner. Bei Fragen zum Stundenplan, besonderen Vorhaben wie Klassenfahrten oder Beurlaubungen gibt der Klassenlehrer Auskunft und in besonderen Fällen wie z. B. Ausbildungsverkürzungen, Zeugnissen oder bei Fragen der Schulorganisation ist der Bildungsgangleiter Herr Buchen -  zu erreichen über das Schulsekretariat - der Ansprechpartner.
 
Weitergehende Informationen zum Stundenplan, zu Schulbüchern, zur Schulordnung und zu den Verhaltensregeln des Bildungsganges etc. erhalten Sie am ersten Schultag. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Ausbildungszeit in Ihrem Ausbildungsbetrieb und auch bei uns und freuen uns auf Sie!
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